20.03.2020 – Panik Pips

Was machen wir heute? Die Frage des Tages. Ich bin versucht diese Antwort meiner Mutter herauszufischen, aus den unendlichen Weiten meines Restgehirns. Als 7 oder 8 jähriges Kind habe ich auf meine Frage, was wir tun könnten, es wäre füüüüürchterlich faaaaaaad, von ihr IMMER dieselbe Antwort erhalten. So wie alle anderen Kinder auf diesem Planeten wahrscheinlich auch. Daher schreib ich sie jetzt hier nicht hin. Wir kennen sie ja.
Habe etwa 200 ernsthafte Vorschläge gemacht – war aber sehr schnell als einziger mit diesem Thema befasst. Das Volk war inzwischen weitergezogen. Mit Polstern und Decken (die ich zuvor frisch gewaschen hatte!) In den oberen Gartenbereich, außer Hörweite.

Die Kinderabteilung in Tulln ist geschlossen, wunderbar, war jemand in Tirol Schifahren? Waidhofen ebenfalls geschlossen? Bis jetzt habe ich echt gedacht Ärzte wären ein bisserl gescheiter als der Rest von uns. Bin voll desillusioniert!

Vormittags wieder die Welt gerettet – und dabei eine ziemliche Panik aufgerissen. Ein Volksschuldirektor aus Tirol will seine Vorstellung mit dem Theatro Piccolo unbedingt abhalten. Er sagt: Koste es, was es wolle! Hm! Also DEN Betrag muss ich mir erst überlegen. Bin zu Tränen gerührt!

Ich frage mich, wie es im Rest der Österreichischen Kleinwelt so zugeht. Evita berichtet mir von einem sonnigen Spaziergang am Donaukanal in Wien, wo die Menschen so tun als wär nix. Dann kommt die Polizei und über Lautsprecher werden die Leute aufgefordert, auseinanderzugehen. Alle schauen, keiner tut was. Wahrscheinlich ein Ärztekongress, denke ich.

Bei mir vorm Haus auch ein Ärztekongress! Mein Nachbar schickt seine Leute hinaus in die Welt, Alarmanlagen zu reparieren, montieren oder sonstwas. Dabei stehen die zu dritt ziemlich eng beisammen. Hm, denke ich. Vielleicht sind sie ja schon krank. Oder desinizioniert – wie Ghw so hübsch sagt! Oder… He!, vielleicht, ist schon alles vorbei und wir dürfen alle wieder so tun als wäre nichts? Und ich habs nicht mitbekommen? Aber im Fernsehen sagen sie, er dauert also doch bis Ostermontag? Ich denke: hm! (Sie haben das Jahr nicht dazugesagt!!!). Was soll ich da tun? Soll ich was sagen? Oder schüttle ich einfach nur meinen Kopf?

Mimi lernt und beschwert sich über die Fülle der Aufgaben. Andauernd höre ich: Das schaffe ich nie! Den ganzen Tag höre ich französische Texte. Das tut so gut. Kein Wort verstehen zu müssen.

Und die Katastrophen-Eilmeldung des Tages: Netflix bremst seine Datenmenge um 25%… jetzt wird es wirklich ernst!

Eine Freundin ruft an und fragt wie es geht. Sie hat davon gehört, dass ich jetzt Panik-Pips heiße. Ich tue so, als hätte ich plötzlich keinen Empfang. Und lege auf. Und dann ruft der Xandi an. Er überlegt, seine Gärtnerei zu öffnen und den Leuten eine Anbaufläche für Gemüse zu schaffen. Für den Ernstfall, sagt er. Oh mein Gott. Ja. So ernst nehmen dann doch manche die Sache. Panik-Pips auf Volldampf. Manchmal liebe ich Menschen.

2 Lieder für den Robby geschrieben. Hurra. Und ein Treatment für GALOPPALA vorbereitet. Ein guter Tag!

Die Katzen können sich nicht riechen. Kater eben.

So, jetzt kochen. Hühnersuppe und….Spagetti. Salat. Wer kocht? Na wer wohl! Vielleicht, wenn ich ein wenig huste? Dass die beiden Mitbewohner kocherten? Wohl eher nicht. What wonder!